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Freitag, 21. Mai 2010

03 Mai 2010 Gelderland Nord-Brabant


Heute war es sehr eisig. Temperaturen um die 7 Grad und ein starker Wind ließen mir die Finger gefrieren. Hätte ich doch die Fahrradhandschuhe gekauft, als sie vor ein paar Wochen im Supermarkt angeboten wurden, aber nein, mir genügten ja die Handschuhe mit den freien Fingern. Über den Gelderland-Nord-Brabant-Kanal mußte ich eine Fähre nehmen - 55 Cent. Das geht ja noch, dachte ich. In Deutschland später, an einem wesentlich kleineren Fluß mußte ich später 1 Euro bezahlen - macht sich besser, muß man nicht rausgeben.

Bei Hernen steht diese Burg. Besonders schön fand ich immer wieder die Fensterläden mit den irritierenden Bemalungen. Weiß nicht, ob es dafür einen Fachbegriff gibt.
In Batenburg wie überall in Holland trifft man auf diese Spalierbäume
Auf diesem Bild erkennt man besser, wie flach die Bäume seitlich sind.Im Hintergrund in dem Garten sind auch noch die Drähte an einem anderen Baum zu erkennen.Offensichtlich lassen sich nur manche Bäume auf Spalier nachhaltig trimmen, andere benötigen ein lebenslanges "Korsett"

In Holland gibt es sehr viele kleinere Züchtungen von Pferden und Rindern. Ich nehme an, damit das Vieh auf den Deichen grasen kann ohne diesen zu stark zu beschädigen. Aber diese kleinen Pferde sind bei den Familien so beliebt, daß man sie auch in normalen Gärten grasend antrifft.
Zwischen Oss und Uden liegt der Maashorster Naturpark. Hier soll es wilde Pferde und Rinder geben, die ich nicht gesehen hatte. Jedoch eine tolle Heidelandschaft mit sehr breiten Kiefern, die nur etwa sieben Meter hoch wachsen und deren Äste so schwer sind, daß sie sich bis auf die Erde neigen. Auf dem Bild sieht man den geteerten Fahrradweg und hinten ein paar der beschriebenen Kiefern.

06+07 Mai 2010 Aachen


Über Herzogenrath zurück nach Kerkrade um dann den Radweg nach Aachen zu suchen, der sich genau auf der Grenze zwischen den beiden Ländern befindet. Nach etwa 10 Kilometern ist man in der Aachener Innenstadt. Die Pfalz ist zwar für unsere Maßstäbe nicht mehr so beeindruckend, jedoch für das Jahr 800 muß es niederschmetternd gewesen sein. Man spürt das Alter und die Bedeutung des Platzes, wenn man in den Dom geht, wo die Schreine von Kaiser Karl in Gold gehüllt liegen. Ein toller Moment und auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Ich mußte jedoch auf diesen warten, da erstmal die Messe um 10:30 lief. Danach könne ich wiederkommen sagte mir ein Aufseher. So kaufte ich mir erstnoch bei Meiers Buchhandlung - ähnlich wie Hugendubel bei uns - ein Taschenbuch aus der Aktionsbox, weil ich langsam mit der Schattenläufer-Triologie von Markus Heitz durch war. Ein Mann kam auf mich zu, als er sah, wie ich dort meine Sachen packte. Er führe selber gerne Rad und beschrieb mir zwei Wege nach Köln beziehungsweise nach Bonn. Dann ging ich in den Dom, leider hatte ich nicht die Zeit, um mir die anderen Museen rund um die Pfalz anzuschauen. Die vielen Süßbäcker und anderen netten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt zogen leider auch nur rechts und links an mir vorüber. In einer Straße traf ich dann noch einmal den Radfahrer bevor ich nach Würselen hinausgefahren bin, über Eschweiler dann hinter Langerwehe eine kleine völlig geschlossene Wiese vorfand, die dann die nächsten zwei Nächte meine Schlafstadt werden sollte. Ich las den ganzen nächsten Tag, weil ich mich unterkühlt hatte und nicht den ganzen Tag im Regen fahren wollte. Halb so wild - auf einen Tag mehr oder weniger kommt es ja nicht an, genug zum Essen und Trinken hatte ich noch da.

Der Dom und deutlich zu erkennen die Pfalzkapelle in der Mitte

Die Decke der Kapelle

Blick in die Kapelle mit Barbarossa-Leuchter

Der Schrein Karls des Großen